Spendenaufruf: Rekonstruktion des großen Dom Modells

Unterstützen Sie uns bei der Rekonstruktion dieses einmaligen Modells

Das große Gipsmodell des Berliner Doms zeigt einen Entwurfsstand des Gebäudes, welches von Raschdorff als Grablege, Gemeindekirche und Staatsfesthaus konzipiert wurde. Diese Entwurfsarbeit fand zwischen 1880 und 1888 in enger Abstimmung mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin Friedrich statt. Nach dessen Tod im Jahr 1888 erbte der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II das Projekt und brachte es schließlich zur Ausführung.

Gipsmodell des Berliner Doms
Großes Gipsmodell des Berliner Doms zeigt einen Entwurfsstand des Gebäudes

Im Zuge der weiteren Projektbearbeitung von 1888 bis zum Baubeginn 1894 entstand unter anderem das große Gipsmodell. Wann und zu welchem Zweck genau es hergestellt wurde, ist bisher nicht klar. Auch ist unklar, von wem es hergestellt wurde. Das große Gipsmodell zeigt einen Entwurfsstand, der dem ausgeführten Bauwerk sehr nahe kommt, jedoch nicht identisch ist. Es veranschaulicht den stark gegliederten und aus einer Vielzahl von geometrischen Körpern gefügten Bau.

Dieser besteht von Süden nach Norden aus drei Kirchenräumen: der Tauf- und Traukirche, der Predigtkirche und der Denkmalskirche (abgerissen 1975), der Zentralraum wird von einer Kuppel überdacht und der Hauptbaukörper an vier Ecken von Türmen gefasst. Das große Gipsmodell wurde schon in den 1890er Jahren öffentlich ausgestellt und nach Eröffnung des Domes 1905 im Dom - Museum präsentiert. Dort stand es stark beschädigt bis 1977, als es von Dombaumeister a.D. Rüdiger Hoth zunächst in Einzelteile zerlegt und schließlich in über dreißig Kisten verpackt und eingelagert wurde.

Zustand des Gipsmodell des Berliner Doms
Großes Gipsmodell des Berliner Doms - stark beschädigter Zustand

Seit 2012 wurde begonnen, das vorhandene Material zu dokumentieren, zu ordnen und zu reinigen. In diesem Jahr wurde mit der Rekonstruktion der Kuppel begonnen. Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt ausschließlich durch Spenden. Ziel ist es, das große Gipsmodell eines Tages wieder im Dom - Museum präsentieren zu können. In der sich schnell verändernden Berliner Stadtmitte ist das große Gipsmodell ein Schlüssel zum Verständnis der Architektur und Stadtplanung des ausgehenden Kaiserreichs.

Erst in diesem Frühjahr ist es gelungen, die dem Gipsmodell zu Grunde liegenden Zeichnungen zu identifizieren. Hierzu wurden knapp 7000 digitalisierte Zeichnungen gesichtet. Bisher wurden ein Schnitt, die Ansicht von Osten und die Ansichten von Süden und Norden gefunden. Diese Zeichnungen datieren von 1891 und zeigen eine frühe Fassung des Einkuppelbaus.

Zeichnung des Berliner Doms
Zeichnung des großen Gipsmodells des Berliner Doms

Neben vielen kleinen Unterschieden im Detail unterscheidet sich diese Planung vor allem durch die Ausbildung der Ostfassade: hier befindet sich mittig ein großer Portikus anstelle der hier schließlich ausgeführten halbrunden Apsis. Wenn es gelänge einen Grundriss aus dieser Entwurfsphase zu finden, würde dies dem Verständnis des ausgeführten Entwurfs und auch dem Modellbau sehr nützen.

Wir danken allen anonymen Spendern, den Dom - Freunden und dem Berliner Dombau - Verein e.V. für die Unterstützung des Vorhabens.
Wenn auch Sie sich an der Rekonstruktion des großen Dom - Modells beteiligen möchten, spenden Sie unter:
Berliner Dombau - Verein e.V. BIC: BELADEBEXXX
IBAN: 100500000013000888
Landesbank Berlin
Verwendungszweck: Gipsmodell

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!


Zustand der Rekonstruktion des Gipsmodells des Berliner Doms
Großes Gipsmodell des Berliner Doms - Rekonstruktion der Kuppel

Text: Dr. Peter Goralczyk, Denkmalpfleger;
Rüdiger Hoth, Dombaumeister a.D.;
Bildrecherche: Dombaubüro




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